Wiederbelebungsunterricht

In Deutschland erleiden jedes Jahr rund 135.000 Menschen einen Herzinfarkt – eine Zahl, die zeigt, wie entscheidend Erste-Hilfe-Kenntnisse sein können. Bereits in der Schule kann das Thema Erste Hilfe als Unterrichtsfach dazu beitragen, ein breites Bewusstsein für die Bedeutung schneller und kompetenter Hilfe zu schaffen.

 

Die Jugendlichen lernen nicht nur, wie sie im Ernstfall handeln können, sondern auch, warum es so wichtig ist, Verantwortung zu übernehmen. Altersgerechte Übungen, beispielsweise zur Wiederbelebung oder zur stabilen Seitenlage machen den Unterricht greifbar und alltagsnah. So wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch die Hemmschwelle abgebaut, aktiv zu helfen – ein Beitrag, der Leben retten kann.

 

Inhalt:

- Grundverständnis Kreislaufstillstand

- Erkennen des Kreislaufstillstandes

- Strukturierte Alarmierung des Rettungsdienstes 

- Verständnis & Durchführung der Herzdruckmassage

 

Dauer: 

- Die Dauer des Wiederbelebungsunterricht beträgt ungefähr 90 Minuten

 

Teilnehmer: 

- Maximale Teilnehmerzahl: 15 bzw eine Schulklasse 

- Alter der Teilnehmer: ab 12 Jahren bzw aber der 7ten Klasse 

 

 

Wiederbelebungstraining ab Klasse 7

Der Schulausschuss der Kultusministerkonferenz empfiehlt seit 2014 in Deutschland eine flächendeckende Einführung vor Wiederbelebungsunterricht in Schulen in Umfang von zwei Unterrichtsstunden pro Jahr ab der Klasse 7. Lehrkräfte sollen entsprechend geschult werden, um den Unterricht zu übernehmen. Dafür hat der GRC bereits im Jahr 2013 ein Ausbildungskonzept für den Reanimationsunterricht in Schulen bundesweit konsentiert. Diese Empfehlung wurde jedoch in

den meisten Bundesländern bis heute noch nicht flächendeckend umgesetzt. Die Schülerausbildung eine der effektivsten einfachsten und anhaltendsten Methoden, um die Reanimationsquote durch Laien zu steigern. Die Schüler*innen dienen als Multiplikatoren im Familien- und Freundeskreis und tragen ihr Wissen nachhaltig weiter. Wiederbelebung wird so einfach wie Fahrrad fahren oder schwimmen. Das zeigen auch Beispiele aus anderen europäischen Ländern. In Dänemark wurde im Jahr 2005 der Wiederbelebungsunterricht gesetzlich festgeschrieben. Seither hat sich die Laienreanimationsquote von 20 Prozent im Jahr 2000 auf mehr als 60 Prozent im Jahr 2020 gesteigert. Die Überlebensrate von betroffenen Menschen hat sich verdreifacht. Andere Länder wie die Niederlande und Schweden weisen sogar eine Laienreanimationsquote von 70 Prozent und mehr auf.

 

 

Quelle: www.grc-org.de